Frühstück inklusive im Rydges, das ist die erste
Überraschung, und zwar eine sehr angenehme. Das beste Frühstück, das wir seit
Dubai hatten. Ich jumpe mir noch meine
zweite Thrombosespritze in den Bauch (manchmal ist es schon ganz
vorteilhaft, wenn man nicht so mager ist), die ich mir aus Deutschland für die
langen Flüge mitgebracht habe. Kirsten setzt ihre Kofferwaage ein, damit wir
kein Übergepäck bezahlen müssen (da sind die Fluggesellschaften inzwischen alle
sehr kleinlich) und los geht’s auf die andere Straßenseite zum International
Terminal – kein Taxi nötig. Der Flieger
ist ein Airbus A 330, 67 m lang, 60 m breit, fliegt mit 890 km/h in 9 Stunden
bis nach Bangkok und kann 297 Passagiere mitnehmen. Wir sitzen in der mittleren
4er Sitzgruppe mit nur noch einem weiteren jungen Mann, der aber braucht einen
Verlängerungsgurt für seinen massigen Körper, mit dem er sich zwischen die
Armlehnen quetscht. Glücklicherweise hat das wohl auch schon die Dame von
„Qantas“ berücksichtigt, die ihm den Platz zugewiesen hat, denn er und wir
bekommen keinen 4. Passagier zwischen uns, so daß er die rechte Armlehne
hochklappen und zwei Sitze nutzen kann. Die Zeitverschiebung zu Deutschland ist
in Bangkok auf 6 Stunden geschrumpft und die Temperatur wieder auf 33°C
gestiegen. Daß wir uns bei dem Temperaturwechsel von Aircondition und Außentemperatur
noch keine Erkältung eingefangen haben, ist ein Wunder. Dafür habe ich Kopfweh
durch eine Beule auf der Stirn und das kam zu Kirstens großer Erheiterung so:
Ich legte das Klo im Flieger mit einer Papierbrille aus, wie ich das immer auf
fremden Klos tue, und damit diese Brille beim Draufsetzen nicht verrutscht,
beugte ich mich tief herunter und - knallte mit dem Kopf auf das Waschbecken! Sehr
lustig!!! Das Holiday Inn in Bangkok Silom ist nicht mehr so ganz neu, Kirsten
hat schon vor 10 Jahren mit ihrer damals 85jährigen Mutter hier gewohnt, aber
es ist sehr komfortabel. Viele Reisegruppen – auch deutsche – und Crews der
verschiedenen Fluggesellschaften steigen hier ab. Kirstens vorbereitetes
Programm startet am Tag nach unserer Ankunft mit dem Besuch des Tempels „Wat
Phra Kaeo“ und des „Grand Palace“, zu dem wir mit dem Expreßboot – überfüllt
wie die Hamburger S-Bahn im Feierabendverkehr - über den Fluß „Chao Praya“
kommen. Vorher buchen wir noch in einem
der besten Hotels der Welt, dem „Oriental“ die Donnerstagabend-Tanzshow
inklusive Dinner. Wenn wir uns schon ein Zimmer dort nicht leisten, das von 350
€ aufwärts zu haben ist, so können wir es jedenfalls besichtigen und tolle Fotos
machen.
Auch die Ufer-Kulisse ist wieder jede Menge Fotos wert. Zerfallende Holzbaracken, glänzende Hotelhochhäuser und immer wieder pompöse goldene Dächer von Tempeln und Chedis (zuckerhutförmige Gebäude), in denen Asche oder Teile der Gebeine von Buddha aufbewahrt werden. Bei den vielen Tempeln, die es hier gibt (95 % der Thais sind Buddhisten), ist es ja gut, daß der Mensch ganz schön viele Knochen hat.
Und der Fotoapparat
bleibt „schußbereit“ bei den Motiven, die sich uns und Hunderten anderer Touristen
in der Tempelanlage und dem Palast, der bis 1946 Wohnsitz des Königs war,
bieten. König Bhumibol ist der inzwischen 9. Monarch/IX. Rama der Chakri
Dynastie und mit seiner Königin Sirikit sehr beliebt. Buddha-Figuren,
„Wächter“, Elefanten, Schreine, Gold und Prunk, wohin man blickt! Überwältigend!
Mit dem Expreßboot geht es für ca. 1 € auch wieder zurück zum Hotel,
rechtzeitig zur „Happy Hour“, wo wir uns für umgerechnet 15 € bei zwei
Weinschorlen „erholen“ können. Heute Abend soll es mit einem „Tuk Tuk“ noch zu
einem „Night Market“ gehen und morgen früh zu den „schwimmenden Märkten“, hat
Kirsten beschlossen, ich bin gespannt.
Auch die Ufer-Kulisse ist wieder jede Menge Fotos wert. Zerfallende Holzbaracken, glänzende Hotelhochhäuser und immer wieder pompöse goldene Dächer von Tempeln und Chedis (zuckerhutförmige Gebäude), in denen Asche oder Teile der Gebeine von Buddha aufbewahrt werden. Bei den vielen Tempeln, die es hier gibt (95 % der Thais sind Buddhisten), ist es ja gut, daß der Mensch ganz schön viele Knochen hat.
Das Interessanteste am Night Market im „Rotlichtviertel“ ist
die Fahrt mit dem „Tuk Tuk“ dort hin und zurück.
Ein Stand gleicht mit seinem Angebot dem anderen und wir erstehen gerade mal zwei neue Magneten. Ja, ja! Wir üben uns dann gleich mal im Handeln für die nächsten Tage, darin sind die Thais Weltmeister. Beim „Tuk Tuk“ fangen wir an, von 150 Baht auf 50, geht doch! Weil wir heil ankommen sind wir so dankbar, daß wir 10 Baht Trinkgeld geben! 60 Baht sind so ungefähr 1,5 €. Damit können wir leben und der Fahrer ganz bestimmt. Ein Thai würde sicher nur 10 Baht bezahlen – wir Touristen verderben die Preise.
Ein Stand gleicht mit seinem Angebot dem anderen und wir erstehen gerade mal zwei neue Magneten. Ja, ja! Wir üben uns dann gleich mal im Handeln für die nächsten Tage, darin sind die Thais Weltmeister. Beim „Tuk Tuk“ fangen wir an, von 150 Baht auf 50, geht doch! Weil wir heil ankommen sind wir so dankbar, daß wir 10 Baht Trinkgeld geben! 60 Baht sind so ungefähr 1,5 €. Damit können wir leben und der Fahrer ganz bestimmt. Ein Thai würde sicher nur 10 Baht bezahlen – wir Touristen verderben die Preise.
Heute, am 5. 11. müssen wir früh raus, es geht im Bus zu den
„Schwimmenden Märkte“ in „Damnern Saduak“, ca. 100 km nach Westen. Unsere Reiseleiterin
hat einen unaussprechlichen Namen und bietet uns ihren „Nickname“ an: einfach
„A“ (ausgesprochen „Ai“)! Nehmen wir dankbar an. Erst einmal aber geht es zu
einer „Sugar-Palm-Farm“, auf dem Highway über den „Chao Phraya“, auf dem
Longtailboats, Expreßboote, nostalgische Fähren und Ausflugsboote ihre Bahnen
ziehen, sogar einige lange Schleppverbände mit
winzig aussenden Schleppern, deren Bug hoch aus dem Wasser ragt vor
Anstrengung. Palmen, Hochhäuser, Tempel, Wasserläufe, Villen und Bretterbuden
ziehen an uns vorüber und riesige Felder, die zur Salzgewinnung dienen.
Der Zucker wird aus dem Saft der Palmblüten gewonnen, die 2 x täglich angeschnitten werden und deren Sud dann zwei Stunden lang gekocht, also eingedickt wird. Auf der Farm leben jede Menge Tiere, u. a. auch etliche Wellensittiche in einer großen Voliere, die gerade Junge in ausgehöhlten Kokosnüssen großziehen.
Die „Floating Markets“ sind im Großen und Ganzen zu einer reinen Touristenattraktion verkommen, die eigentlichen „Händlerboote“ mit ihren Früchten und anderen Waren sind bestimmt mit dieser Entwicklung nicht glücklich.
Trotzdem macht uns die Fahrt dahin mit einem „Longtailboat“ durch die „Khlongs“ (Kanäle) natürlich Riesenspaß. Interessanter finden wir dann aber die große Teakholzschnitzer-Werkstatt, die wir auf der Rückfahrt noch anlaufen, wo wir die Künstler bei der Arbeit beobachten können. Unglaublich, was die aus Holzstämmen und Wurzeln an Kunstwerken schnitzen können.
Als wenn wir noch nicht genug runde Füße hätten, latschen wir am späten Nachmittag noch durch zwei riesige Einkaufszentren Bangkoks. Wir müssen ja alles mal gesehen haben, das war sicher unser letztes Mal Bangkok. Die Hinfahrt mit der Metro war schon abenteuerlich, aber der Rückweg ist nicht zu beschreiben. Es ist „rush hour“ und sicher 2/3 der 12 Millionen Einwohner wollen nach der Arbeit nach Hause. Ein Polizist versucht mit einem Leuchtstab, das Chaos in Bahnen zu lenken. Ich glaube, ich würde panisch die Straße verlassen, so sausen Autos, Busse, Mopeds und „Tuk Tuks“ auf ihn zu. Auch bei der Metrobahn versucht eine Angestellte, die gigantischen Menschenmassen in kontrollierte Bahnen zu bringen. Wenn da mal Panik ausbricht – nicht auszudenken. Wir, die wir das nicht gewohnt sind, die Ellenbogen und vollen Körpereinsatz zu nutzen, lassen uns immer wieder abdrängen und kriegen erst die 3. Metrobahn zu der Station in der Nähe unseres Hotels. Da freuen wir uns doch, als die nette Barkellnerin uns in der Hotelhalle abfängt, die Handflächen zusammenlegt, eine Begrüßungsverbeugung (genannt Wai) macht und uns zur „Happy Hour“ überredet. Morgen geht’s in aller Frühe zur ursprünglichen Hauptstadt Thailands, nach „Ayutthaya“, mit „Tuk Tuk“ und Eisenbahn. Was für eine Reise!
Der Zucker wird aus dem Saft der Palmblüten gewonnen, die 2 x täglich angeschnitten werden und deren Sud dann zwei Stunden lang gekocht, also eingedickt wird. Auf der Farm leben jede Menge Tiere, u. a. auch etliche Wellensittiche in einer großen Voliere, die gerade Junge in ausgehöhlten Kokosnüssen großziehen.
Die „Floating Markets“ sind im Großen und Ganzen zu einer reinen Touristenattraktion verkommen, die eigentlichen „Händlerboote“ mit ihren Früchten und anderen Waren sind bestimmt mit dieser Entwicklung nicht glücklich.
Trotzdem macht uns die Fahrt dahin mit einem „Longtailboat“ durch die „Khlongs“ (Kanäle) natürlich Riesenspaß. Interessanter finden wir dann aber die große Teakholzschnitzer-Werkstatt, die wir auf der Rückfahrt noch anlaufen, wo wir die Künstler bei der Arbeit beobachten können. Unglaublich, was die aus Holzstämmen und Wurzeln an Kunstwerken schnitzen können.
Als wenn wir noch nicht genug runde Füße hätten, latschen wir am späten Nachmittag noch durch zwei riesige Einkaufszentren Bangkoks. Wir müssen ja alles mal gesehen haben, das war sicher unser letztes Mal Bangkok. Die Hinfahrt mit der Metro war schon abenteuerlich, aber der Rückweg ist nicht zu beschreiben. Es ist „rush hour“ und sicher 2/3 der 12 Millionen Einwohner wollen nach der Arbeit nach Hause. Ein Polizist versucht mit einem Leuchtstab, das Chaos in Bahnen zu lenken. Ich glaube, ich würde panisch die Straße verlassen, so sausen Autos, Busse, Mopeds und „Tuk Tuks“ auf ihn zu. Auch bei der Metrobahn versucht eine Angestellte, die gigantischen Menschenmassen in kontrollierte Bahnen zu bringen. Wenn da mal Panik ausbricht – nicht auszudenken. Wir, die wir das nicht gewohnt sind, die Ellenbogen und vollen Körpereinsatz zu nutzen, lassen uns immer wieder abdrängen und kriegen erst die 3. Metrobahn zu der Station in der Nähe unseres Hotels. Da freuen wir uns doch, als die nette Barkellnerin uns in der Hotelhalle abfängt, die Handflächen zusammenlegt, eine Begrüßungsverbeugung (genannt Wai) macht und uns zur „Happy Hour“ überredet. Morgen geht’s in aller Frühe zur ursprünglichen Hauptstadt Thailands, nach „Ayutthaya“, mit „Tuk Tuk“ und Eisenbahn. Was für eine Reise!
Für die paar Kilometer zum Bahnhof sollen wir 300 Baht
berappen. Ne, ne, höchstens 60 Baht bieten wir an und na, gut, einigen wir uns
auf 80 Baht = 2 €. Das Zugticket kostet uns dann – nach dem wir den richtigen
Schalter gefunden haben - für 2 Personen nur 30 Baht, keine Sondertarife für
Touristen! Wir staunen über den picobello sauberen Bahnhof und die Züge, die
gerade mit Hochdruckreiniger abgespritzt werden.
Im Zug kommt ein Verkäufer nach dem anderen mit Spießen, Eiscreme, Kaffee, Früchten und Schüsseln mit undefinierbarem Inhalt für offensichtlich „kleines Geld“ vorbei, alles sieht sehr appetitlich aus und wird sehr gut angenommen. Der Zug fährt mit 10 Minuten Verspätung ab – wie bei uns! Mir folgt beim Aufstehen der Plastiksitz, was grinsende Gesichter gegenüber produziert , aber er läßt sich problemlos wieder einrasten. Kirsten ersteht noch schnell 2 Flaschen Wasser von der Verkäuferin am Bahnsteig für einen 20-Baht-Schein. Das Wechselgeld bleibt draußen, die Tür schließt und das Mädel schafft es gerade noch vom Trittbrett zurück. „Und jetzt geht die Reise los“! 2 Stunden soll sie dauern und „Blumen pflücken“ während der Fahrt ist sicher erlaubt. Kirsten hat die Fahrt mit ihrem Peter schon mal gemacht und sie als ziemlich „schauklig“ in Erinnerung. Aber vor allem ist sie interessant. Reisfelder, Wiesen, riesige Baustellen für Highways o.ä., Slums der übelsten Sorte, Hängematten unter Brücken, nette Pfahlbauten, goldene Tore und Buddhafiguren und immer wieder wilde Müllkippen, das ganze Kontrastprogramm.
Am Bahnhof von Ayutthaya fallen wir dann doch mal auf ein TukTuk-Schlitzohr namens „Tik“ rein, der uns viel zu viele Bahts für eine dreistündige Fahrt zu den interessantesten Tempelanlagen des Ortes bringt, das heißt, was von ihnen noch übrig ist oder restauriert wurde, nachdem die Burmesen sie im 18. Jahrhundert fast völlig zerstört hatten: den Wat Phra Si Sanphet, den Wat Phra Ram, den Wat Mahathat mit dem eingewachsenen Buddha-Kopf und dem „schlafenden Buddha“, der so lang ist, daß ich etliche Meter weit weg bleiben muß, um ihn in seiner ganzen Schönheit auf die Linse bannen zu können. Das muß man allerdings auch bei den Chedis und Stupas und Prangs - und wie sie alle – heißen auch. Es gibt wieder unglaublich viel zu fotografieren an diesem Ort, der ab dem 14. Jahrhundert für 400 Jahre Hauptstadt war, danach wurde von Rama I. Bangkok als Hauptstadt auf der verlandeten Bucht am Golf geschaffen.
Aber erst mal müssen wir uns wieder mit den TukTuk-Drivern herumschlagen, die mit einem 250-Baht- Angebot beginnen und nicht unter 100 gehen wollen. Aber handelserprobt wie wir sind, gehen wir eine Straßenecke weiter und stürzen uns mit einem willigeren Fahrer in den absoluten Horror-Feierabendverkehr Bangkoks. Trotzdem sehen alle Autos aus wie gerade gekauft, keinerlei Kratzer oder Beulen und blitzsauber, wie aus der Waschstraße. Da wir ziemlich erschöpft sind, streichen wir den geplanten abendlichen Flohmarkt-Besuch, nutzen nochmal die „Happy Hour“ des Hotels und gehen lecker Essen im „Ban Chiang“. Nur beim Gemüse, das mit der Ente kommt und das der Thai-Kellner nur als lang und grün beschreiben konnte, hätte ich vorsichtiger sein sollen. Was harmlos wie Spinat aussieht, ist scharf wie die Hölle. Danach freuen wir uns auf „Füße hoch“ und „ab in die Heia“.
Im Zug kommt ein Verkäufer nach dem anderen mit Spießen, Eiscreme, Kaffee, Früchten und Schüsseln mit undefinierbarem Inhalt für offensichtlich „kleines Geld“ vorbei, alles sieht sehr appetitlich aus und wird sehr gut angenommen. Der Zug fährt mit 10 Minuten Verspätung ab – wie bei uns! Mir folgt beim Aufstehen der Plastiksitz, was grinsende Gesichter gegenüber produziert , aber er läßt sich problemlos wieder einrasten. Kirsten ersteht noch schnell 2 Flaschen Wasser von der Verkäuferin am Bahnsteig für einen 20-Baht-Schein. Das Wechselgeld bleibt draußen, die Tür schließt und das Mädel schafft es gerade noch vom Trittbrett zurück. „Und jetzt geht die Reise los“! 2 Stunden soll sie dauern und „Blumen pflücken“ während der Fahrt ist sicher erlaubt. Kirsten hat die Fahrt mit ihrem Peter schon mal gemacht und sie als ziemlich „schauklig“ in Erinnerung. Aber vor allem ist sie interessant. Reisfelder, Wiesen, riesige Baustellen für Highways o.ä., Slums der übelsten Sorte, Hängematten unter Brücken, nette Pfahlbauten, goldene Tore und Buddhafiguren und immer wieder wilde Müllkippen, das ganze Kontrastprogramm.
Am Bahnhof von Ayutthaya fallen wir dann doch mal auf ein TukTuk-Schlitzohr namens „Tik“ rein, der uns viel zu viele Bahts für eine dreistündige Fahrt zu den interessantesten Tempelanlagen des Ortes bringt, das heißt, was von ihnen noch übrig ist oder restauriert wurde, nachdem die Burmesen sie im 18. Jahrhundert fast völlig zerstört hatten: den Wat Phra Si Sanphet, den Wat Phra Ram, den Wat Mahathat mit dem eingewachsenen Buddha-Kopf und dem „schlafenden Buddha“, der so lang ist, daß ich etliche Meter weit weg bleiben muß, um ihn in seiner ganzen Schönheit auf die Linse bannen zu können. Das muß man allerdings auch bei den Chedis und Stupas und Prangs - und wie sie alle – heißen auch. Es gibt wieder unglaublich viel zu fotografieren an diesem Ort, der ab dem 14. Jahrhundert für 400 Jahre Hauptstadt war, danach wurde von Rama I. Bangkok als Hauptstadt auf der verlandeten Bucht am Golf geschaffen.
Aber jetzt können wir für die nächsten Jahre erst mal keine
„alten Steine“ und Buddhafiguren mehr sehen! Zurück nach Bangkok nehmen wir den
flotteren „Express“-Zug für 10 Baht
mehr, erfreuen uns an der schönen Landschaft, bedauern die armen Menschen in
den Elendsviertel, wundern uns über drei Ziegen, die ihrem „Chef“ wie Hunde
folgen, der sie zum Sattfressen an das frische Grün der Straßenhecke führt
und könnten rechtzeitig zur „Happy Hour“
in unser Hotel zurückkehren.
Aber erst mal müssen wir uns wieder mit den TukTuk-Drivern herumschlagen, die mit einem 250-Baht- Angebot beginnen und nicht unter 100 gehen wollen. Aber handelserprobt wie wir sind, gehen wir eine Straßenecke weiter und stürzen uns mit einem willigeren Fahrer in den absoluten Horror-Feierabendverkehr Bangkoks. Trotzdem sehen alle Autos aus wie gerade gekauft, keinerlei Kratzer oder Beulen und blitzsauber, wie aus der Waschstraße. Da wir ziemlich erschöpft sind, streichen wir den geplanten abendlichen Flohmarkt-Besuch, nutzen nochmal die „Happy Hour“ des Hotels und gehen lecker Essen im „Ban Chiang“. Nur beim Gemüse, das mit der Ente kommt und das der Thai-Kellner nur als lang und grün beschreiben konnte, hätte ich vorsichtiger sein sollen. Was harmlos wie Spinat aussieht, ist scharf wie die Hölle. Danach freuen wir uns auf „Füße hoch“ und „ab in die Heia“.
Unser letzter Urlaubstag, kaum zu glauben! Unser Programm
für heute: Klongh-Fahrt mit einem „Longtailboat“.
Klonghs sind die Kanäle, die Bangkok auch schon mal den Namen „Klein-Venedig“ einbrachten. Der große Fluß „Chao Praya“ hat durch den Schiffsverkehr Wellen wie die Elbe an den Landungsbrücken und das heißt, die Kamera kommt in die Plastiktüte, bevor 400 Bilder hin sind. Unser „longtailboat“ gehört uns ganz allein, aber mindestens 10 andere longtailboats haben auch nur 2-3 Passagiere. Da ist in der Schleuse ein ganz schönes Gedränge und unser Captain verbiegt gleich in der ersten seinen Alu-Bugkorb bei einem Gehakel mit dem Nachbarn, nimmt das aber sehr gelassen.
Uns fällt auf, wir sind die einzigen ohne Schwimmwesten! Wir haben mal wieder gehandelt, vielleicht bei dem Preis keine rettenden Westen drin? Wie die Menschen an den Klonghs leben können, ist für uns gar nicht nachvollziehbar. Die Fotos, die wir machen, sprechen da für sich. In dem Kloakenwasser leben Fische und Krokodile, man wäscht sich, die Haare und auch die Kleidung darin und holt auch das Trinkwasser für den Tee aus dem Fluß.
Und die Einladung wird teuer für Kirsten! Wir genießen den Service, den Blick auf den
Fluß und die warme Nacht. Dank Kirstens notorischer Angst vorm Zuspätkommen
sind wir nämlich 1 ½ Stunden zu früh im Luxushotel Oriental, sitzen auf der
Terrasse und schauen auf die an- und ablegende Schiffsflotte. Alle über die
Toppen „beleuchtet“ und wunderschön anzusehen. Der Service in diesen
Luxushotels ist nicht unbedingt unser Fall, keine Chance, uns den Wein aus der
Karaffe selbst einzuschenken: die dienstbaren Geister sind schneller. Aber alle
sind unglaublich nett und freundlich und weil ein überraschender Regenguß über
uns hereinbricht, werden wir mit Schirmen
auf die Fähre geleitet, damit wir trocken zum 6-Gänge-Menu mit typischen
Thaigerichten und anschließender Tanz-Show kommen und werden dort auch mit
Regenschirm in Empfang genommen. Uns fast einen Tick zu viel Fürsorge. Leider
haben wir unsere Kamera vergessen, sonst könnten wir die Tänzerinnen und Tänzer
auf einem Foto präsentieren. Alle stellten sich anschließend in ihren
farbenprächtigen Kostümen für ein Foto zur Verfügung. Ja, schade, aber kann man
nichts machen. Morgen geht es in aller Frühe
(4.30 Uhr) aus den Federn, unser Taxi muß uns ja durch den täglichen
Wahnsinnsverkehr pünktlich zum Flieger nach Hamburg bringen. Wir hatten eine
Superzeit, aber jetzt freuen wir uns
auch wieder auf unser Zuhause, Familie und Freunde und Schwarzbrot und Schinken
und Mettwurst und Heringssalat und …!!!
Der Himmel von Bangkok weint stilgerecht zum Abschied , ein
Taxi bringt uns in einer Dreiviertelstunde zum International Airport, eine
Boeing 777 der Emirates in 6 ¾ Stunden nach Dubai und eine gleiche Maschine der
gleichen Airline von Dubai in 7 Stunden nach Hamburg.
Klonghs sind die Kanäle, die Bangkok auch schon mal den Namen „Klein-Venedig“ einbrachten. Der große Fluß „Chao Praya“ hat durch den Schiffsverkehr Wellen wie die Elbe an den Landungsbrücken und das heißt, die Kamera kommt in die Plastiktüte, bevor 400 Bilder hin sind. Unser „longtailboat“ gehört uns ganz allein, aber mindestens 10 andere longtailboats haben auch nur 2-3 Passagiere. Da ist in der Schleuse ein ganz schönes Gedränge und unser Captain verbiegt gleich in der ersten seinen Alu-Bugkorb bei einem Gehakel mit dem Nachbarn, nimmt das aber sehr gelassen.
Uns fällt auf, wir sind die einzigen ohne Schwimmwesten! Wir haben mal wieder gehandelt, vielleicht bei dem Preis keine rettenden Westen drin? Wie die Menschen an den Klonghs leben können, ist für uns gar nicht nachvollziehbar. Die Fotos, die wir machen, sprechen da für sich. In dem Kloakenwasser leben Fische und Krokodile, man wäscht sich, die Haare und auch die Kleidung darin und holt auch das Trinkwasser für den Tee aus dem Fluß.
Nachmittags noch einen kleinen Einkaufsbummel durch die „Silom Road“, an der
wir wohnen – mit Erfolg, sogar für Kirsten - und abends zum Dinner mit Tanzshow
bin ich eingeladen!!!
Wieder super Service und Glück mit den Plätzen. Wir haben eine Viererreihe ganz für uns allein und kommen so fast ausgeruht in Hamburg an. 9°C- brrr! Gut, die Tasche mit warmer Jacke ist nicht verloren gegangen, sie hätte mir gefehlt!
Es ist wieder Freitag, wie am Anfang unserer Reise, aber
nicht der 13., sondern der 8., und zwar
der 8. November 2013.
Und jetzt ist diese Reise aus!
Christel und Kirsten

































































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